Segelurlaub ohne eigene Yacht
Freitag, 13. Januar 2012 17:03
So mancher hat sicher schon an der Uferpromenade gestanden, und sehnsüchtig den Segelyachten auf dem Meer hinterher geblickt. Das wäre es doch mal. In einer idyllischen Bucht das Meer und die Sonne genießen, oder in einem Hafen das Flair auf sich wirken lassen und an Deck einer Yacht den Abend ausklingen lassen. Nun wird sich nicht jeder auf die Schnelle eine Segelyacht kaufen können oder wollen, aber wer in den Segelsport mal reinschnuppern will, dem bieten sich einige Möglichkeiten.

„Hand gegen Koje” – für den schmalen Geldbeutel
Wie der Name “Hand gegen Koje” schon vermuten lässt, wird hier vom Reisenden aktive Mitarbeit an Bord verlangt. Im Gegenzug braucht er für seine Reise nicht bezahlen. Lediglich die Bordkasse wird von allen Mitseglern gemeinsam getragen. Wer glaubt so einen kostenlosen Urlaub zu bekommen, sollte jedoch bedenken, dass zur Bordkasse nicht nur die Verpflegung, sondern sämtliche anfallenden Kosten gehören. Das Wetter ist im Voraus kaum kalkulierbar. Einige unfreiwillige Tage in einem überteuerten Luxus – Yachthafen, um eine Schlechtwetterfront abzuwarten, oder viele Seemeilen unter Motor im Falle einer Flaute, können schnell immense Kosten verursachen.
Kojencharter – wenn es etwas mehr Luxus sein darf
Viele Bootseigner, meist Paare, die auf Weltreise sind, oder dauerhaft auf ihrer Yacht leben verchartern ihre freien Kojen. Ähnlich einer Pension oder einem Hotel wird hier vom Reisenden keine Mithilfe erwartet. Profis bieten sogar Urlaubsturns auf dem eigenen Boot an und verdienen so ihren Lebensunterhalt. Die Preise sind je nach Bootstyp und gebotenem Luxus sehr unterschiedlich und durchaus mit Hotelpreisen vergleichbar. Auch hier ist es üblich das die Bordkasse aufgeteilt wird, jedoch mit dem Unterschied, dass der Skipper freigehalten wird. Wer ein Schnäppchen machen will, sollte versuchen Eigner zu finden, die ihre Kojen nur ab und an verchartern, weil sie gern Gesellschaft an Bord haben, oder weil der Skipper sich in die neueste technische Spielerei von Raymarine verliebt hat und sie so finanzieren will.
Bei beiden Varianten sollten Sie nicht vergessen, die Flugkosten mit einzuplanen. Wer sich die Mühe macht und in den entsprechenden Internetportalen recherchiert, kann durchaus einen besonderen Urlaub erleben, der nicht wesentlich mehr kostet als die sonst übliche Pauschalreise.
Thema: weltweit | Kommentare (0) | Autor: Globetrotter


